Wir sind, um eines #Tages nicht mehr zu sein – werden dann aber #ewig gewesen sein.

Wir sind, um eines Tages nicht mehr zu sein – werden dann aber ewig gewesen sein.

15. – 21. Juli 2018: “Ich bin ein Schriftsteller ohne Sprache”. Begegnung mit Senthuran Varatharajah in Châtau d’Orion

Reden wir über Sprache. Wir benutzen sie selbstverständlich, missbrauchen sie ständig, finden uns darin nicht zurecht, sind sprachlos oder “ein Schriftsteller ohne Sprache”, wie Senthuraran Varatharajah von sich selbst sagt. Ein Paradox oder eine Sehnsucht? Das Ende meiner Sprache ist das Ende meiner Welt, will uns Wittgenstein weismachen. Darüber wollen wir reden, diskutieren, schreiben und am Ende veröffentlichen, was erarbeitet wurde.

Wir stellen uns fragen und suchen gemeinsam nach Antworten oder wenigstens nach Thesen. Was wäre die Welt ohne Sprache? Was bedeutet sie uns? Brauchen wir 8000 verschiedene Sprachen auf dieser Welt? Was, wenn es nur eine gäbe? Welche? Beginnt der Krieg, wenn das Sprechen aufhört? Können wir eine neue Sprache für die Diplomatie erfinden? Ist Identität ohne Sprache denkbar?

An einem der Tage in der Denkwoche werde ich nach der philosophischen Auseinandersetzung mit Sprache fragen – genauer: nach dem Begriff der Repräsentation, der im Mittelpunkt der Debatte steht. Ist der ontologische Status einer sprachlichen Vereinbarung wie der Hochzeit oder der eines Vertrages gleichbedeutend mit dem eines Apfels oder eines Liegestuhls? Existiert ein Gedanke auf die gleiche Weise wie ein Fels?

Zeichen stehen nicht für sich selbst, sondern für das, auf das sie zeigen: das Wort Baum für den Baum da draußen.

Gemäß der Linguistin Elisabeth Leiss wird kontrovers verhandelt, was Sprache eigentlich repräsentiert. In einem kurzen Abriss beschreibt sie die Evolution der sprachphilosophischen Grundpositionen:

• Sprache repräsentiert die Welt

• Sprache repräsentiert nicht die Welt, sondern unsere Gedanken über die Welt.

• Sprache repräsentiert unsere Gedanken über die Welt schlecht

• Sprache repräsentiert nicht nur schlecht; sie repräsentiert nichts.

 

Was repräsentiert die Sprache eines Schriftstellers ohne Sprache – vor der Zunahme der Zeichen?

Reden wir also über Sprache! Um uns zu orientieren, begegnen wir dem Schriftsteller Senthuran Vartharajah in Château d’Orion.

 

Näheres und Anmeldung unter:

Château d’Orion

Seitdem wir #Sexualität haben, haben wir selbst dann eine, wenn wir keinen #Sex haben.

Seitdem wir Sexualität haben, haben wir selbst dann eine, wenn wir keinen Sex haben.

Die #Einheit von #Wissendem und #Gewusstem und wird von #Lauterkeit verbürgt. (#HermannKrings)

Die Einheit von Wissendem und Gewußtem wird von Lauterkeit verbürgt. (Hermann Krings)

Wer die #Zunge (langue) herausstreckt, verweigert die #Sprache (langue).

Wer die Zunge (langue) herausstreckt, verweigert die Sprache (langue).

Joyce DiDonato – mdr artour

Die Mezzosopranistin Joyce DiDonato bei den Händel-Festspielen in Halle

Die gebürtige US-Amerikanerin verbindet ihre einzigartige Stimme mit dem großem Auftritt. Ihr aktuelles Programm „War and Peace – Harmonie durch Musik“ ist eine Gratwanderung zwischen traditionellem Gesang und Pop-Show.

Der #Geist entspringt der #Unwissenheit. (#GastonBachelard)

Der Geist entspringt der Unwissenheit. (Gaston Bachelard)

#Gott ist nicht einfach #da; er will #erkannt werden.

Gott ist nicht einfach da; er will erkannt werden.

Unser Leben gleicht einem Landeanflug auf die Erde, der erst beendet sein wird, wenn wir zu Staub zerfallen sind.

Unser Leben gleicht einem Landeanflug auf die Erde, der erst beendet sein wird, wenn wir zu Staub zerfallen sind.

Leibniz-Preis 2018: Alessandra Buonanno – ARD-alpha Campus Magazin

 

Es war ein Lebenstraum von Alessandra Buonanno, der dieses Jahr in Erfüllung ging. 15 Jahre lang hat sie an der Modellierung von Gravitationswellen gearbeitet. Nun haben ihre Modelle den Nachweis erbracht: Einstein hat recht behalten.

Mit dem direkten Nachweis von Gravitationswellen, die bei der Kollision zweier schwarzer Löcher entstanden waren, gelang 2015 ein spektakulärer Nachweis der Gültigkeit der Allgemeinen Relativitätstheorie. Ein wesentlicher Baustein für diesen Erfolg waren die von der Direktorin am Max Planck-Institut für Gravitationsphysik, Alessandra Buonanno, entwickelten theoretischen Modelle, die es erlauben, die Signale der Gravitationswellen zu identifizieren und zu interpretieren.

Bereits als Postdoktorandin entwickelte Buonanno zusammen mit Thibault Damour den sogenannten EOB-(Effective One-Body-)Formalismus, eine extrem effiziente Methode, um die Bewegung binärer Systeme und ihre Emission von Gravitationswellen zu beschreiben. Buonanno entwickelte diesen Ansatz weiter, um auch Verschmelzungen von Neutronensternen erfassen zu können. Diese hoch verdichteten, massereichen Sterne werden vor der Verschmelzung deformiert, was Rückschlüsse auf ihre innere Struktur ermöglicht.

Mathematik ist die Sprache der Physik. Und wie mit jeder Sprache lassen sich über mathematische Operationen neue Wege finden. Alessandra Buonanno hat einen Weg gefunden, um aus dem Rauschen des Alls Gravitationswellen herauszufiltern.

Wie aber passen Mathematik und Welt zusammen?