Auszeichnungen

http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Palzer


2009:

Stipendium HOMINES URBANI der Villa Decius, Krakau

2008:

Arbeitsstipendium der Stiftung kunst:raum sylt quelle

2007:

Martha-Saalfeld Förderpreis des Landes Rheinland-Pfalz

2005:

Tukan-Preis der Stadt München für den Roman Ruin.

Jurybegründung:
Durch den Tod seines Vaters, eines Münchner Kunsthändlers, wird der bald fünfzigjährige Viggen unsanft mit seiner eigenen Lebenskrise konfrontiert. Der Filmrechtemakler, beziehungslos, orientierungslos und ein Opfer des Neuen Marktes, wirkt wie ein später Wiedergänger des dekadenten Personals aus Curzio Malapartes Roman „Kaputt“. Erst die Bekanntschaft mit der jungen Dora erweckt in Viggen neue Lebensenergie. Doch die zarte Liebesgeschichte zwischen den beiden wird von einem Geheimnis überschattet, das zurückführt in die Zeit vor dem Mauerfall, in ein im Dunkeln liegendes Familienkapitel.

Thomas Palzers mit distanziertem Blick geschriebener Gesellschaftsroman streift seine Heimat München, die „von Lächeldiplomatie geprägte Angestelltenstadt“, ebenso kritisch-feuilletonistisch wie die jüngere deutsche Geschichte. „Ruin“ protokolliert detailgenau das langsame Scheitern eines Mannes und dessen schwierige Aussöhnung mit seinen Leben: dem tatsächlichen, dem erträumten und dem nicht wahrgenommenen. „Der Ruin“, so schreibt Palzer, „gibt sich selten als solcher zu erkennen.“

2002:

1. Preis der LiteraVision für den SWR-Magazinbeitrag „Karl Ignaz Hennetmair / Thomas Bernhard“

Jurybegründung:
Die Bottiche, in denen sich Thomas Bernhard Fußbäder von seinem Nachbarn Karl Ignaz Hennetmair verabreichen ließ, sind heute Papierkörbe. Thomas Palzer findet Bilder wie diese für die Nähe, aus der Hennetmair sein Tagebuch über ein Jahr mit Thomas Bernhard führte.

Über die gelingende, eingängige Darstellung des Buchinhaltes hinaus zeigt der Film auf subtile Weise auch die Unterströme des Verhältnisses zwischen dem Autor und seinem mitschreibenden Nachbarn, zwischen dem sich zum Schmerzensmann stilisierenden Bernhard und seinem hyänisch grinsenden Fußwäscher Hennetmair.

1993:

1. Preis der LiteraVison für den BR-Magazinbeitrag „Wittgenstein“

Jurybegründung:
Thomas Palzers „Wittgenstein“ ist ein furioser kleiner Filmessay, der sich seinem schwierigen Sujet auf ebenso überraschende wie einfallsreiche Weise nähert. Flott, witzig und suggestiv kreist er Wittgenstein ein mit dessen eigener Methode: Der Film entwickelt seine ästhetische Strategie – die visuelle wie die sprachliche – stringent aus der Form Wittgensteinschen Denkens und trägt sie mit großer Leichtigkeit vor. Er macht Philosophie sichtbar, ohne illustrativ zu werden.

Der Einsatz seiner Mittel ist wohlkaluliert und spielerisch distanziert zugleich. Innovativ und weit abseits der Fernsehkonvention bereitet Palzers Film großes Vergnügen beim Zuschauen und macht obendrein noch Lust, Wittgenstein zu lesen.

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